Samstag, 26. April 2008

Wilde Tagungszeiten

Ich habe die anstrengendsten 4 Tage meines bisherigen Lebens hinter mir. Man glaubt es nicht, aber es ist so.

Sonntag kam es wie es kommen musste. Ich stand bzw. saß gute 4 Stunden in Pienza am Standtpark und habe auf einen Bus mit anfahrenden Tagungsteilnehmern gewartet. Es ergab sich allerdings dass der Großteil dieser mit dem Taxi vom Flughafen angereist ist. Das kostet von Florenz nach Pienza zwar locker über 250€ pro Taxi, aber das interessiert ein Milliarden(?) unternehmen der Big Four natürlich nicht. Am Ende warteten wir schließlich auf einen Bus mit 5 Personen, der an uns vorbei, direkt zum Hotel fuhr.

Am Samstag und Sonntag mussten Tische und Stühle verrückt und Tischdecken aufgelegt werden. 50 Tischdecken! Gläser, Tassen, Untertassen und Teller mussten gespült werden. Der Gartendekorateurin wurde der Weg gewiesen. Der Klavierstimmer musste an den Steinway gelassen, die Musiker, die während der Tagung spielen sollten vom Flughafen abgeholt werden und der Koffer der auf dem Hinflug verlorenging musste irgendwie wiederbeschafft werden. Da dies nicht gelang und dort die Noten drin waren, mussten von der örtlichen Musikschule noch schnell ein Satz beschafft werden.
Sonntag mussten die Kaffeemaschinen und Thermoskannen eingeweiht werden. Uns mangelte es an Flaschenöffnern, die man aber für gewöhnlich nicht an einem Sonntag bekommt. Deshalb verbrachte man die restliche Zeit damit Leinwände und Flipcharts aufzubauen. In jedem der sieben Räume eine.

Die Möbelpackerarbeit endete am Montag als endlich die eigentliche Tagung startete. Um halb acht wurde angefangen Kaffee zu kochen, die Plätzchen und das Obst(Erdbeeren (!), Weintrauben und Pflaumen) auf den Tellern zu verteilen und die Tagungsräume an Vollständigkeit zu überprüfen.
Um 9h mussten wir den Transit und den Ford an der Porta Farina parken und auf den Bus mit den Teilnehmern aus Pienza warten. Als die Gruppe ausstieg regnete es noch nicht und die Mehrzahl entschloss sich zu Fuß den Weg anzutreten. Mein Auto blieb leer...Als sie gerade 100m gelaufen waren fing es an aus Kübeln zu schütten und der Großteil, obwohl mit unseren Schirmen ausgestattet, erreichte den Palazzo patschnass. Ich konnte noch zwei einsame Seelen auflesen, dabei blieb es dann aber auch.

Ich könnte ewig weitererzählen von Pannen und Erfolgen während dieser Tagung. Meine Füße haben mir die Tagung sehr übel genommen. Trotzdem: Jetzt bin ich gewappnet und weiß was mich erwartet. Falls wir noch einmal eine Tagung im Palazzo organisieren weiß ich was mit logistischer Assistenz gemeint ist!

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Danke, ....
da wäre also eine renovierungsbedürftige...
wvs - 26. Jun, 01:55

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